Heise 10.03.2026
09:00 Uhr

heise+ | Elektroauto Peugeot e-308 SW im Test: Diese Modellpflege greift zu kurz


Den angenehmsten Antrieb im 308 kaufte kaum jemand, und die Ursachen dafür setzt Peugeot selbst. Eine Modellpflege soll dem Elektroauto auf die Sprünge helfen.

heise+ | Elektroauto Peugeot e-308 SW im Test: Diese Modellpflege greift zu kurz

Seit ein paar Jahren kann gekauft werden, was lange gefordert wurde: Ein Kombi mit batterieelektrischem Antrieb, noch dazu in der einst sehr beliebten Kompaktklasse. Unter anderem der Markenverbund Stellantis kann das liefern, und das von verschiedenen Herstellern. Opel Astra und Peugeot 308 teilen sich nicht nur die Basis, sondern auch die technischen Eckdaten der gerade vorgestellten Modellpflege und den Umstand, dass der im Alltag angenehmste Antrieb bislang nicht besonders erfolgreich war. Das könnte sich auf dem deutschen Markt mit der Förderung ändern. Macht das den Peugeot e-308 SW zu einem empfehlenswerten Elektroauto? Die Antwort darauf sollte ein aktueller Testwagen liefern.

Unverändert wird der E-Antrieb im Peugeot 308 in Limousine und Kombi angeboten. Für den Kombi spricht der geringere Wertverlust bei maßvollem Neupreis-Zuschlag, der je nach Ausstattung zwischen 1000 und 1400 Euro liegt. Peugeot betreibt dafür einen ungewöhnlichen Aufwand, denn es wird nicht einfach nur ein Kombiheck ergänzt, sondern auch der Radstand um knapp 6 cm verlängert. Damit misst der 308 SW insgesamt 4,64 m und zwischen den Achsen 2,73 m. Das sollte für ein ordentliches Platzangebot reichen, doch gerade hinten ist die Bewegungsfreiheit nicht zu vergleichen mit einem etwa ähnlich langen VW ID.4. Das E-SUV hat deutlich mehr Platz. Der Kofferraum des e-308 SW fasst 548 bis 1483 Liter. Gegenüber dem e-308-Fünftürer sind das fast 200 Liter mehr, im Vergleich mit den Kombi-308-Verbrennern etwa 50 Liter weniger.

Seit Januar 2026 ist der überarbeitete Peugeot 308 im Handel. Es gibt etwas Kosmetik, zu der ein beleuchtetes Logo an der Front gehört, eine verbesserte Aerodynamik und ein Verzicht auf Chrom. Die Aufladung lässt sich nun endlich bei 80 Prozent automatisiert stoppen, allerdings nur an Wechselstrom. „Plug & Charge” hat Peugeot für das Frühjahr 2026 angekündigt. Vehicle-to-Load, eine Funktion, mit der sich die Traktionsbatterie anzapfen lässt, um beispielsweise den Akku eines E-Bikes aufzuladen, gehört zur Serienausstattung. Maximal 16 Ampere und 3,5 kW können dafür genutzt werden.